So arbeite ich

Warum du mit Nachdenken allein nicht aus dem Dazwischen kommst (und was stattdessen hilft)

Du verstehst wahrscheinlich schon ziemlich gut, warum du so reagierst, wie du reagierst. Und trotzdem knickst du im entscheidenden Moment immer wieder ein. Auf dieser Seite erkläre ich dir, woran das liegt und wie ich deshalb arbeite.

Was im entscheidenden Moment in dir passiert

Stell dir vor, du hast dir den ganzen Tag vorgenommen, ihm heute Abend endlich zu sagen, dass dir Nähe fehlt. Du hast dir sogar die Worte zurechtgelegt. Ihr sitzt in der Küche, du fängst an und er seufzt nur kurz und schaut weg. Und auf einmal ist dein Bauch hart, dein Herz klopft und du hörst dich selbst sagen: "Ach, ist auch nicht so wichtig."

Das passiert, bevor du überhaupt in Ruhe nachdenken kannst. Dein Körper reagiert auf das Seufzen schneller als dein Kopf und er reagiert so, wie er es irgendwann gelernt hat, nämlich die Verbindung zu retten, auch wenn du dich dafür selbst zurückstellst. Und deshalb bringt dir ein weiteres Buch oder ein weiterer Podcast in genau diesem Moment so wenig. Dein Kopf weiß Bescheid. Die Reaktion sitzt woanders.

Ich arbeite deshalb auf drei Ebenen, die zusammengehören.

Sortieren: Was gehört zu dir und was zu eurer Beziehung?

Bevor wir irgendwas verändern, schauen wir in Ruhe hin. Was fehlt dir ganz konkret? Was hast du schon hundertmal angesprochen? Wo springt eine alte Angst an (zum Beispiel die Angst, verlassen zu werden, oder das schlechte Gewissen nach einem Nein) und wo ist dein Gefühl einfach eine völlig nachvollziehbare Reaktion auf etwas, das heute wirklich passiert?

Das klingt simpel, aber ganz ehrlich, das ist für viele Frauen der erste Moment seit Jahren, in dem das Chaos im Kopf ein bisschen leiser wird.

Der Körper: Nervensystemarbeit

Was ist Nervensystemarbeit?

Nervensystemarbeit bedeutet, dass wir nicht nur über eine Situation reden, sondern darauf achten, was dein Körper dabei macht: Anspannung, flacher Atem, ein Kloß im Hals, das Gefühl, dass du gleich zumachst. Du lernst, diese Signale früher zu bemerken und mit kleinen, alltagstauglichen Übungen wieder runterzukommen, sodass du in einem schwierigen Gespräch einen Moment länger bei dir bleiben kannst.

Ich arbeite dabei nach NESC (NeuroEmbodied Soul Centering), einem körperorientierten Ansatz, in dem ich bei Britta Kimpel ausgebildet bin. Für dich heißt das ganz praktisch: Du bekommst Werkzeuge für genau die Momente, in denen du sonst einknickst, zum Beispiel vor einem Gespräch, wenn du merkst, dass du schon angespannt bist, oder nach einem Nein, wenn das schlechte Gewissen kommt.

Die Muster: Hypnose

Was ist Hypnose nach dem Simpson Protocol?

Das Simpson Protocol ist eine Form der Hypnose, bei der du in einem tief entspannten, aber wachen Zustand bist. Du bekommst alles mit, kannst jederzeit sprechen und behältst die ganze Zeit die Kontrolle. In diesem Zustand kommen wir leichter an alte Verknüpfungen und Überzeugungen ran, die im Alltag einfach automatisch mitlaufen, zum Beispiel "Ich darf niemandem zur Last fallen" oder "Wenn jemand auf Abstand geht, muss ich etwas tun".

Was ich daran für Frauen im Dazwischen so wertvoll finde: Du musst nicht jedes Detail deiner Geschichte erzählen und noch mal durchleben. Ich hatte selbst Erfahrungen, bei denen alte Sachen beim Erzählen sehr heftig hochkamen, und genau deshalb war Hypnose für mich so ein großer Unterschied. Ein Zauberknopf ist sie nicht und das verspreche ich dir auch nicht. Aber sie kann Dinge in Bewegung bringen, an die man mit Reden allein schwer rankommt.

Und EFT-Tapping?

Was ist EFT?

EFT (Emotional Freedom Techniques), auch Klopfen genannt, ist eine Methode, bei der du mit den Fingerspitzen sanft auf bestimmte Punkte im Gesicht und am Oberkörper klopfst, während du ein belastendes Gefühl benennst. Viele Frauen erleben das als einfache Möglichkeit, sich in einem aufgewühlten Moment selbst zu beruhigen. Es gibt Studien, die auf eine Wirkung bei Stress und Angst hindeuten. Wie genau sie zustande kommt, wird aber noch erforscht.

Ich habe die EFT-Ausbildung Level 1 und 2 abgeschlossen und nutze das Klopfen vor allem als Werkzeug für zu Hause, für die Abende, an denen sich alles dreht.

Warum das Ganze im Alltag passieren muss

Veränderung passiert nicht in einer Sitzung. Sie passiert an einem Dienstagabend, wenn er still wird und du zum ersten Mal nicht sofort zurückruderst. Deshalb begleite ich dich in "Zurück zu mir" auch zwischen den Sitzungen, damit das, was wir erarbeiten, wirklich in deinem Leben ankommt und nicht nur in deinem Notizbuch.

Was ich nicht mache

  • Ich sage dir nicht, ob du bleiben oder gehen sollst.
  • Ich mache deinen Partner nicht zum Bösewicht und dich nicht zum Problem.
  • Ich verspreche dir keine Heilung und kein bestimmtes Ergebnis.
  • Ich bin keine Psychotherapeutin und ersetze keine Therapie. Wenn ich merke, dass du gerade etwas anderes brauchst, sage ich dir das ehrlich.

Häufige Fragen zu meiner Arbeitsweise

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Kann ich in Hypnose zu etwas gebracht werden, was ich nicht will?

Nein. Du bist die ganze Zeit wach, hörst alles und kannst jederzeit unterbrechen. Hypnose ist eher wie ein sehr konzentrierter, ruhiger Zustand, in dem du besser an dich selbst rankommst.

Was, wenn ich mich nicht entspannen kann?

Das sagen ganz viele Frauen vorher, gerade die, die immer funktionieren. Du musst nichts können. Wir fangen da an, wo du gerade bist.

Ist das wissenschaftlich belegt?

Zu Hypnose gibt es eine Reihe von Studien, zum Beispiel zu Stress und Angst. Zu Nervensystem- und Körperarbeit gibt es unterschiedliche Modelle und manche davon sind wissenschaftlich noch umstritten. Ich stelle meine Methoden deshalb nicht als bewiesene Wahrheit dar, sondern als Werkzeuge, die ich selbst und mit meinen Klientinnen als hilfreich erlebe.

Brauche ich Vorerfahrung?

Nein, überhaupt nicht. Ich erkläre dir vorher alles in Ruhe.

Willst du wissen, wie das bei dir aussehen würde?

Im kostenlosen Kennenlerngespräch erzähle ich dir, wie ich mit deiner konkreten Situation arbeiten würde, und du kannst mir alle Fragen zu Hypnose und Co. stellen, die dir durch den Kopf gehen.