Über mich
Ich bin Aleksandra. Und ich kenne dieses Dazwischen von innen.
Ich bin seit über 15 Jahren mit demselben Mann zusammen. Ich liebe ihn. Und es gab trotzdem eine lange Zeit, in der ich mich neben ihm so allein gefühlt habe, dass ich fast jeden Abend über Trennung nachgedacht habe.
Wie es bei mir war
Ich weiß noch genau, wie mich das verwirrt hat. Nach einem schönen Tag dachte ich: "Vielleicht ist es doch okay, vielleicht habe ich die letzten Wochen einfach übertrieben." Und irgendwann kam wieder so ein Moment, in dem ich gespürt habe: "So möchte ich mich aber auch nicht dauernd fühlen." Und dann ging das Denken von vorne los. Liebe ich ihn noch? Reicht das, was wir haben? Bin ich zu anspruchsvoll? Wie kann ich überhaupt über Trennung nachdenken, wenn er doch kein schlechter Mensch ist?
Ich hatte Angst, 14 gemeinsame Jahre wegzuschmeißen und später festzustellen, dass es die falsche Entscheidung war. Und gleichzeitig hatte ich Angst, dass ich mich in zehn Jahren immer noch genauso fühle. Also habe ich nachgedacht. Sehr viel. Ich habe jeden Gedanken wieder und wieder durchgekaut, weil ich gehofft habe, irgendwann die Antwort zu finden, bei der ich ganz sicher keinen Fehler mache. Die kam halt nie.
Warum ich mich selbst so verloren hatte
Ich bin in Bosnien aufgewachsen, meine Eltern haben sich getrennt und mit 14 bin ich mit meiner Mama und zwei Koffern nach Deutschland gekommen. Neue Schule, neue Sprache, neue Menschen. Ich habe sehr früh gelernt, Stimmungen zu lesen, mich anzupassen und bloß keine Umstände zu machen, und das hat mir damals auch wirklich geholfen, irgendwie klarzukommen.
Nur hört man damit nicht einfach auf, wenn man erwachsen ist. In meiner Beziehung ging mein Blick bei jedem kleinen Konflikt sofort zu ihm. Ist er genervt? Habe ich was Falsches gesagt? Muss ich es erklären? Ich bin mit einem eigenen Gefühl in ein Gespräch reingegangen und habe es unterwegs verloren, weil ich auf einmal vor allem damit beschäftigt war, dass zwischen uns wieder alles gut ist. Und die Frage, was ICH eigentlich fühle, stand dann schon wieder ganz hinten.
Ich erzähle dir das nicht, weil ich glaube, dass bei jeder Frau alles in der Kindheit liegt (das wäre mir viel zu einfach). Sondern weil ich irgendwann verstanden habe, dass zwei Dinge gleichzeitig wahr sein können: Eine alte Angst kann in mir anspringen und trotzdem kann in unserer Beziehung heute etwas fehlen, das ich mir wirklich anschauen muss.
Was mir am Ende wirklich geholfen hat
Verstehen allein hat bei mir nicht gereicht. Ich konnte irgendwann ziemlich gut erklären, woher meine Angst vor Ablehnung kommt, und war trotzdem angespannt, sobald er sich zurückgezogen hat. Ich wusste, dass ich Nein sagen kann, und habe mich trotzdem schuldig gefühlt. Das fand ich anfangs wahnsinnig frustrierend.
Geholfen hat mir, auf zwei Ebenen zu arbeiten: anzuschauen, welche alten Überzeugungen in mir sofort anspringen (dafür war Hypnose für mich unglaublich wertvoll), und meinem Körper nach und nach andere Erfahrungen zu ermöglichen. Ich musste tatsächlich üben, fünf Minuten nichts zu tun, einen Kaffee zu trinken und aus dem Fenster zu schauen, ohne dabei schon den nächsten Plan zu machen. Klingt banal, war es für mich aber überhaupt nicht.
Wie es heute ist
Ich bin geblieben. Und ich habe keine Geschichte, in der danach alle Fragen beantwortet waren, das wäre gelogen. Aber mein Blick hat sich verändert. Früher war nach einem schönen Tag mein eigenes ungutes Gefühl sofort verdächtig, heute kann ich sagen: Der Tag war schön und das andere Gefühl war trotzdem da. Früher habe ich jede distanzierte Reaktion von ihm bis ins Kleinste analysiert, heute frage ich öfter erst mal bei mir nach. Und ich weiß heute, dass Liebe allein mir nicht sagt, ob ich mich mit all meinen Bedürfnissen in dieser Beziehung wiederfinde. Das muss ich mir schon selbst anschauen.
Und genau deshalb würde ich dir nie sagen, ob du bleiben oder gehen sollst. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass beides ein guter Weg sein kann, wenn du ihn aus Klarheit gehst und nicht aus Angst.
Warum ich heute Frauen im Dazwischen begleite
Wenn mir eine Frau erzählt, dass sie seit zwölf Jahren mit einem Mann zusammen ist, den sie liebt, und sich trotzdem allein fühlt und dauernd ans Gehen denkt, dann höre ich darin viel mehr als eine Frage nach Trennung. Vielleicht ist da ein Bedürfnis, das seit Langem keinen Platz hat. Vielleicht hat sie gelernt, erst alle anderen zu verstehen, bevor sie sich selbst ernst nimmt. Und das muss man erst mal in Ruhe mit ihr anschauen, statt ihr gleich einen Ratschlag hinzulegen.
Ich möchte, dass Frauen bei mir merken, dass ich sie nicht nur verstehe, weil ich eine Ausbildung gemacht habe. Ich kenne dieses Hin und Her. Ich kenne das Gefühl, einen guten Menschen zu lieben und sich trotzdem zu fragen, warum es einem nicht gut geht. Und ich kenne inzwischen auch dieses vorsichtige "Ah, deshalb reagiere ich so. Das ergibt ja sogar Sinn."
Meine Ausbildungen
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Hypnose nach dem Simpson Protocol
zertifiziert (Hypnoschool Hamburg)
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NESC – NeuroEmbodied Soul Centering
Ausbildung bei Britta Kimpel (Nervensystemarbeit)
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EFT-Tapping
Ausbildung Level 1 und 2 abgeschlossen
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Seit über fünf Jahren selbst auf genau diesem Weg
mit eigener Begleitung (und ja, ich hole mir heute schneller Unterstützung als früher)
Ein paar Dinge, die du über mich wissen solltest
- Ich habe zwei Katzen, die jede Sitzungspause für sich beanspruchen.
- Ich glaube nicht an "Wenn er wollte, würde er". Und auch nicht an "Du musst einfach mehr an dir arbeiten".
- Ich mache bis heute selbst Dinge, die mir schwerfallen, und hole mir dafür Unterstützung. Ich finde, das sollte man von jemandem erwarten dürfen, der andere begleitet.
Wenn du dich in meiner Geschichte wiedererkennst
Dann lass uns reden. Im Kennenlerngespräch erzählst du mir, wo du gerade stehst, und ich sage dir ehrlich, ob und wie ich dich begleiten kann.
30 Minuten · online · unverbindlich
Lieber erst mal in Ruhe reinschauen: CommunityVon Herzen, Aleksandra